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Inhalt
  1. Was ist FOMEN?
  2. FOMEN Status Quo
  3. FOMEN Workshops
  4. FOMEN Online-Fragebogen
  5. Soziale Medien
  6. Nächsten Schritte
  7. FOMEN Partnerorganisationen
Was ist FOMEN?
Die Welt ist derzeit mit zahlreichen Migrationsbewegungen und den schlimmsten Zwangsvertreibungen seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. Die Verdrängung und der Zusammenbruch sozialer Strukturen, die das Ergebnis von Flucht vor Krieg und Konflikten sind, stellen traditionelle Geschlechterbeziehungen, soziale Normen und Beziehungen auf die Probe. Geflüchtete sind dadurch besonders anfällig, weitere Gewalt und Diskriminierung zu erfahren. Studien zeigen, dass vertriebene Frauen und Mädchen infolge von Konflikten, Verfolgung und Vertreibung mit vielseitigen Formen von Gewalt konfrontiert werden. Darüber hinaus leiden Männer und Jungen in Krisen- und Asylländern unter Gewalt, insbesondere durch Männer. Das Projekt FOMEN setzt sich daher mit Fragen rund um Geschlechternormen und Gewalt auseinander.

FOMEN ist ein zweijähriges Projekt (2019-2021), das sich auf innovative Ansätze für eine gendersensible und gewaltpräventive Arbeit mit Männern* konzentriert. Das Projektteam, das sich aus Partner*innen in 6 europäischen Ländern (Österreich, Kroatien, Deutschland, Griechenland, Italien und Spanien) zusammensetzt, wird an einer Entwicklung von Qualitätsstandards für Gewaltpräventionsprogrammen arbeiten.
FOMEN Status Quo
Beim ersten gemeinsamen Treffen, das vom 30. September – 2. Oktober 2019 in Graz stattfand, lernten sich die Vertreter*innen aller FOMEN-Partnerorganisationen kennen. Sie erhielten einen Überblick über den aktuellen Stand in der gendersensible und gewaltpräventive Arbeit mit Männern* mit Migrations- und Fluchterfahrung in den Partnerländern (AT, DE, ES, IT, GR, HR und Expert*innen aus UK). Das Projekt startete mit einem gemeinsamen Verständnis der FOMEN-Ziele und der Entwicklung der Methoden für das erste Arbeitspaket – die Analyse.
FOMEN-Projektpartner*innen beim ersten Treffen in Graz, Österreich. Herbst 2019.
Nach dem ersten Partner*innentreffen begannen wir mit der Vorbereitung eines Projektfolders. Die FOMEN Folder stehen auf unserer Website hier zur Verfügung.

In den letzten Monaten haben die Projektpartner*innen an Bedarfs- und Ressourcenanalysen zu Ansätzen geschlechtersensibler Gewaltprävention gearbeitet. Folgende Ziele wurden dabei verfolgt:
  1. Die Bedürfnisse von Männern* mit Migrations- und Fluchterfahrung erfassen
  2. Die Bedürfnisse von Multiplikator*innen erfassen, die im Handlungsfeld Migration und Flucht tätig sind/tätig sein werden
  3. „Good-Practice“-Beispiele und Möglichkeiten in der Arbeit mit Männern* mit Migrations- und Fluchterfahrung
  4. Definition relevanter Fragestellungen für die quantitative Forschung zu den Bedürfnissen und Ressourcen von Expert*innen.
Der FOMEN-Fragebogen ist inzwischen online. Informationen dazu finden Sie unten.

Die Ergebnisse werden Ende April 2020 veröffentlicht.
FOMEN Workshops
Bis Februar 2020 wurden 9 Workshops mit insgesamt 122 Multiplikator*innen durchgeführt.
Österreich
Das österreichische Team vom VMG führte eine qualitative Untersuchung durch, die zwei Fokusgruppeninterviews (eines mit 6 Expert*innen, die mit Männern* mit Migrations- und Fluchterfahrung in Graz arbeiten, und eines mit 11 Männern mit internationaler Familiengeschichte in einem "Männercafé" in einer ländlichen Region in der Steiermark) und ein Experteninterview mit dem Direktor eines Männergesundheitszentrums in Wien umfasste. Es wurde deutlich, dass die Arbeit in diesem Bereich einen kritischen Umgang mit Themen wie Migration und Männlichkeit erfordert. Aber auch Information und Wissen sind wichtig: über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Gewaltprävention in Österreich, über verschiedene Formen und Situationen von Gewalt, in die Männer involviert sein können, über die Kontexte, in denen Gewalt auftritt und wo/warum Gewalt eine Strategie und/oder ein Risiko ist.
Kroatien
Der Expert*innenworkshop, organisiert von SPA, Zagreb, fand am 3. Dezember 2019 statt. Insgesamt diskutierten 18 Fachleute (von 13 Organisationen) zusammen mit 3 SPA-Moderator*innen, aufgeteilt in zwei Gruppen, in einer kooperativen und angenehmen Atmosphäre zu den wichtigsten Themen. Die Teilnehmer*innen zeigten großes Interesse an den Themen, beteiligten sich aktiv an der Diskussion, machten Vorschläge und brachten ihre Bereitschaft zum Ausdruck, die Zusammenarbeit in den nächsten Phasen des Projekts fortzusetzen.
Deutschland
An dem von WWP EN organisiertem Expert*innen-Workshop in Berlin mit insgesamt 28 Fachleuten nahm eine multikulturelle, lebendige und hoch motivierte Expert*innengruppe teil, die unterschiedliche und sehr wertvolle Beiträge zu den Bedürfnissen und bewährten Praktiken lieferte. Einige Expert*innen waren Geflüchtete, die 2015 nach Deutschland kamen. Die Gruppe bestand hauptsächlich aus Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen, Mediziner*innen und internationalen Lehrer*innen.
Griechenland
Der von Symbiosis - School of Political Studies in Griechenland, angegliedert an den Europarat, organisierte Expert*innen-Workshop fand am 12. Dezember 2019 in Athen statt und brachte rund 20 Teilnehmer*innen zusammen, um Themen rund um Geschlecht und Gewalt zu erörtern und innovative Ansätze und kritische Haltungen vorzustellen, die einen konstruktiven Dialog fördern sowie konkrete und realisierbare Vorschläge hervorbringen.
Italien
Der italienische Verein CAM veranstaltete am 14. Dezember 2019 in Florenz einen Workshop mit insgesamt 19 Expert*innen und vier Moderator*innen, die ihr Wissen und ihre Kompetenzen aus verschieden Erfahrungsbereichen in der geschlechtsspezifischen Gewaltprävention und der geschlechtsspezifischen Arbeit mit Männern* mit Migrations- und Fluchterfahrung teilten. Der Workshop war eine einzigartige Möglichkeit, die Bedürfnisse von Menschen mit internationalen Familiengeschichten und Expert*innen, die mit ihnen arbeiten, zu diskutieren und neue Kooperationen zwischen nationalen und lokalen Verbänden und Organisationen umzusetzen.
Spanien
In Spanien organisierte Conexus drei Expert*innen-Workshops am 29.11.2019, 04.12.2019 und 18.12.2019 mit insgesamt 19 Fachleuten und zwei Moderator*innen, die aktiv die Erkenntnisse aus früheren Erfahrungen in der geschlechtsspezifischen und/oder gewaltpräventiven Arbeit mit Männern* mit Migrations- und Fluchterfahrung sowie die Bedürfnisse dieser Zielgruppe und der mit ihnen arbeitenden Fachkräfte diskutierten. Die Gruppe teilte ihr Wissen und ihre Ansichten und zeigte Interesse an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts FOMEN.
FOMEN Online-Fragebogen
Auf der Grundlage der in den Expert*innen-Workshops gesammelten Informationen haben wir einen Online-Fragebogen erstellt, um die Analyse der Bedürfnisse sowohl von Männern* mit Migrations- und Fluchterfahrung als auch von Personen, die mit ihnen arbeiten, in Bezug auf geschlechtssensible und gewaltpräventive Arbeit zu prüfen und zu erweitern.

Falls Sie also Erfahrung in einem der folgenden Arbeitsbereiche haben...
  1. Migration / Flucht
  2. Gender / Männlichkeiten
  3. Gewaltprävention
… wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich etwa 20-30 Minuten Zeit nehmen und unseren Fragebogen online beantworten. Klicken Sie hier, um zu einer Seite weitergeleitet zu werden, auf der Sie Ihre Sprache auswählen und mit der Beantwortung beginnen können.

Vielen Dank im Voraus.

Link zum Fragebogen: www.soscisurvey.de/FOMEN/
Soziale Medien
Sie können Neuigkeiten zum FOMEN-Projekt in den sozialen Medien mitverfolgen. Wir sind auf Instagram und Facebook zu finden!
Nächsten Schritte
Teil des zweiten FOMEN Projekttreffens im März 2020 – dieses wird aufgrund der Corona Pandemie in Europa digital stattfinden - wird ein weiteres Mal der gegenseitige Austausch und das gemeinsame Lernen sein. Das Hauptthema des Seminars sind die Herausforderungen des Einsatzes von Dolmetscher*innen/Kulturvermittler*innen in der Arbeit mit Männern* mit Migrations- und Fluchterfahrung.

Die nächsten Projektschritte sind die Umsetzung von Sensibilisierungsseminaren, die sich an politische Entscheidungsträger*innen, relevante Interessenvertreter*innen und lokale Expert*innen, die mit Männern* mit Migrations- und Fluchterfahrung arbeiten, richten. Während des Projekts wird jede Partnerorganisation 4 nationale Seminare zur Bewusstseinsbildung durchführen. Die ersten Seminare werden im Frühjahr stattfinden.
FOMEN Partnerorganisationen

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